Ausbildung Psycho-Kinesiologie: ein kleines feines Seminar im Mai

Letztes Wochendende fand wieder ein Modul Ausbildung Psycho-Kinesiologie bei Andrea Hofmann in Berlin Neukölln statt. Es war ein kleines feines Seminar – und im kleinen Kreis lernt es sich besonders intensiv.

Die Teilnehmerinnen kamen am Freitag abend zur Theorie, wo sie einiges über die grundlegenden Informationen zur Psycho-Kinesiologie erfuhren. Am Samstag und Sonntag war den ganzen Tag Üben angesagt – und beim Üben wurde das theoretische Wissen dann verfestigt und weiter erklärt und geklärt.

AUSBILDUNG PSYCHO-KINESIOLOGIE – THEORIE

Wie funktioniert Wahrnehmung?

Um zu wissen, wie die Methode funktioniert, die mit der gespeicherten Wahrnehmung arbeitet, ist es wichtig, zu verstehen, wie der Prozess der Wahrnehmung als solcher funktioniert. Wie nehmen wir wahr? Was passiert dabei mit unseren Gefühlen, Gedanken, mit den Umweltinformationen? Was bedeutet das für unser Gehirn, für unsere Psyche?

Was ist ein Trauma?

Im Zusammenhang damit steht ein trauma und seine Entstehung. Was läuft hier anders als bei der normalen Wahrnehmung? Wieso? Und was sind die Folgen davon – für unser Gehirn, für unseren Körper, für unsere Seele.

Was sind die weiteren Grundlagen der Arbeit mit Psycho-Kinesiologie?

Was ist wichtig als Grundvoraussetzung für die Teilnehmenden, was brauchen sie, um hinterher ihre Arbeit mit Psycho-Kinesiologie, mit Kinesiologie, mit EMDR für die Klientinnen und Klienten hilfreich auszuüben. Neben dem theoretischen und technischen Know-how ist es wie bei anderen Tätigkeiten auch unerlässlich, sich an die Regeln der Methode zu halten. Und immer zu wissen, dass das Wissen um die Methode nie vollkommen sein kann. Gerade deshalb ist es wichtig, immer aufmerksam zu sein, offen und kreativ. Mit der Methode Psycho-Kinesiologie und mit der jeweiligen Person zusammen die individuell richtige Lösung zu finden.

Die Methode ganz konkret

Für das Vorgehen gibt es als Basis von Andrea Hofmann ein konkretes Gerüst, an dem sich die Teilnehmenden entlang hangeln können. Und um es so einfach wie möglich zu machen, steht das alles im Skript. Die einzelnen Schritte können einfach abgelesen werden.

Psycho-Kinesiologie – zu jedem Thema gibt es Organe und Gefühle

Wenn das Thema mit der Klientin oder dem Klienten besprochen ist, werden zunächst die Körperorgane kinesiologisch getestet. Dies geschieht vor dem Hintergrund von TCM (Traditioneller Chinesischer Medizin), bei der die einzelnen Organe für Gefühle stehen. Sind die Organe getestet, können die zugehörigen Gefühle gefunden werden.

Mit den Gefühlen können die Ereignisse, die die seelischen Ursachen des zugrundeliegenden Traumas sind, gefunden werden. Hierzu sind manchmal noch weitere Fragen und Tests notwendig.

EDMR – die starke Traumamethode

Sind die Ursachen für das Thema der Sitzung gefunden, können die zugrundeliegenden Gefühle durch die Traumatherapiemethode EMDR aufgearbeitet werden. HIerfür werden Farbbrillen kinesiologisch ausgetestet. Danach werden die verschiedenen Bewegungsrichtungen der Augen mit dem kinesiologischen Muskeltest abgefragt. Danach können die notwendigen Augenbewegungen durchgeführt werden.

AUSBILDUNG PSYCHO-KINESIOLOGIE – PRAXIS

Psycho-Kinesiologie praktisch – die erste Runde

Im Kurs führt Andrea Hofmann zunächst eine Sitzung an einer Probandin durch. Die Kursteilnehmenden können sich so ganz auf die Vorführung konzentrieren. In der nächsten Runde übt eine Teilnehmende an einer weiteren Probandin.

Es werden viele Fragen gestellt, vieles aus der Theorie wird langsam klarer und durch die praktische Übung verständlicher.

 Weitere Vertiefung von Psycho-Kinesiologie, Kinesiologie, EMDR

In den beiden Übungstagen – Samstag und Sonntag – wird die klassische Psycho-Kinesiologie inklusive kinesiologischer Muskeltest und EMDR geübt. Weiterhin zeigt Andrea Hofmann mehrere Selbsttests, mit denen die angehenden Kinesiologinnen, sich selbst testen können. So können später Materialien ausgestestet oder auch Psycho-Kinesiologie bei sich selbst durchgeführt werden.

Die Kinesiologin wird Klientin

Im folgenden haben sich die Teilnehmenden dann gegenseitig behandelt. Dies war auch sehr wichtig als Eigenerfahrung. Wie fühlt sich das, was ich tue aus der anderen Perspektive an? Wie fühlt sich die ganze Sitzung an? Was passiert bei mir?

Eine wichtige Entdeckung für die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer ist in allen Seminaren, wie vielseitig einerseits die Methode einsetzbar ist: als Therapiewerkzeug, als Materialtest und als Alltagshilfe. Genauso wichtig aber ist die Erkenntnis, wie individuell jede Sitzung ist, dass keine Sitzung einer anderen gleicht. Dies liegt nicht nur an der speziellen Situation von Klientinnen und Klienten, sondern auch am individuellen Verlauf bei jeder und jedem Einzelnen.

Psycho-Kinesiologie unterstützt die Gesundheit individuell

Am Ende des Wochenendes hatten die Teilnehmenden sehr viel gelernt – über die Methode, über sich selbst und über den Mensch an sich – wie er funktioniert und was hilft, damit alles so gut wie möglich funktioniert: der Körper und die Seele.

Psycho-Kinesiologie ist ein vielseitiges und sehr individuell zu handhabende Methode, die besonders leicht und effektiv Menschen unterstützen kann, ihre Probleme zu lösen.

Mehr Informationen zur Methode Psycho-Kinesiologie (Kinesiologie & EMDR), zu Ausbildungsseminaren und zu Einzelsitzungen finden Sie hier auf dem Blog.

Weiterführende Informationen zu Psycho-Kinesiologie und weiteren Methoden wie Familienaufstellung, Arbeit mit dem Inneren Kind un mehr auf der Webseite von Andrea Hofmann: www.andrea-hofmann.de

 

Drei Methoden gemeinsam: EMDR, Kinesiologie & Farbtherapie

EMDR, Kinesiologie und Farbtherapie sind zusammen: Psycho-Kinesiologie. Die Stärken der einzelnen Methoden ergänzen sich zu einem Paket, das einerseits stark, andererseits sensibel und gut zu verarbeiten ist.

Die Methode EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist eine der erfolgreichsten Traumatherapien zur Zeit. Sie würde in den 80er Jahren von der Psychologin Francine Shapiro entwickelt. Aus den USA nach Europa und Deutschland importiert, ist sie inzwischen wissenschaftlich und akademisch anerkannt. Seit der Jahrtausendwende findet sie zunehmend Verbreitung, mittlerweile auch in der Schulmedizin.

EMDR ist eine Methode, die mit bestimmten Bewegungsabfolgen der Augen arbeitet und damit Strukturen in Gehirn und Psyche verändert, die mit tiefgreifenden Traumata zusammenhängen. Sie ermöglicht eine physische und seelische Verarbeitung zurückliegender traumatischer Ereignisse und der dazugehörigen psychischen Blockaden.

Die Therapieform EMDR ist als Methode sehr tiefgreifend, weil sie in Zusammenarbeit mit dem Unbewussten an den Wurzeln arbeitet. Deshalb kann sie Blockaden direkt an dem Ort lösen, wo sie sich angesammelt haben – im Gehirn. So können Vorgang und Ergebnis ganzheitlich nachhaltig und langfristig sein.

Wie genau funktioniert die Methode? Wie läuft eine Sitzung ab? Bei EMDR werden die Augen in mehreren Richtungen in einer bestimmten Frequenz für eine bestimmte Dauer bewegt. Diese Bewegung der Augen ist direkt mit dem Gehirn verbunden und löst dort Prozesse aus, die die im Gehirn gespeicherten Konflikte bearbeiten.

Es gibt eine erweiterte Variante der EMDR-Therapie, die von Dieter Klinghardt entwickelt wurde. Er kombiniert die Methode mit Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM), Kinesiologie und Farbtherapie und nennt sie Psycho-Kinesiologie.

Durch die Kombination mit Kinesiologie, genauer gesagt dem kinesiologischen Muskeltest, kann EMDR individuell angewandt werden. Jedesmal wenn die Augenbewegungsmethode EMDR zur Anwendung kommt wird die passende Augenrichtung kinesiologisch getestet. So ist eine besonders effektive und zielgerichtete Anwendung zur Auflösung des Problems möglich.

Bei verschiedenen Problemen, deren ursächlicher Konflikt nicht bekannt ist, kann dieser mithilfe der Psycho-Kinesiologie als Wurzel des Konfliktes gefunden werden. Anschliessend kann mithilfe der Augenbewegungen, unterstützt von Farbtherapie und individuell getestet durch den kinesiologischen Muskeltest der zugrundeliegende Konflikt aufgelöst werden.

Im Laufe der Sitzung kommen verschiedene Farbbrillen zur Anwendung. Meistens sind es zwei oder drei Stück, manchmal aber auch nur eine oder bis zu fünf verschiedene Brillen.

Was genau bewirken die Farben dabei? Die Wirkung der Farben kann sehr individuell sein und auf verschiedenen Wirkungsweisen beruhen. Und manchmal ergänzen sich die verschiedenen Systeme der Farbtherapie im individuellen Fall.

Die Brillen mit denen in der Psycho-Kinesiologie gearbeitet wird, decken mehr oder weniger das ganze Farbspektrum ab: sie gehen von gelb über verschiedene Blautöne bis violett und reichen über orange bis zu unterschiedlichen Rottönen.

Eine Wirkungsweise besteht darin, dass die Farben der Brille mit den real erlebten Farben der traumatischen Situation zu tun haben. Geht es beispielsweise um ein posttraumatisches Belastungssyndrom (PTBS) nach einem Unfall, dann wird für die betroffene Person in den ersten Sitzungen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Farbe des Autos auftauchen, das sie verletzt hat, beispielsweise rot.

Ein weiteres System sind die mehr oder weniger bekannten psychologischen Farbwirkungen. Hier kann die Farbe rot Energie, Aggression, Feuer, Bewegung bedeuten. Dadurch kann sie in Verbindung mit der Sitzung unterstützen, dass Unterdrücktes, Verdrängtes leichter wieder ins Bewusstsein treten kann. Entsprechend wirken Blautöne ausgleichend – sie können helfen, heftig ins Bewusstsein tretende Erinnerungen zu besänftigen und beruhigen.

Ebenso kann es sein, dass die Farben in der Folge eines Systems der geistig-seelischen Entwicklung wirken. Es gibt in vielen Religionen und anderen Systemen, die sich mit der Persönlichkeitsentwicklung beschäftigen, einen den Farben zugeordneten Verlauf der mehr oder weniger linear organisierten Entwicklung. Diese beginnen oft bei Gelb oder Grün und gehen über verschiedene Stufen bis violett. Violett wird in vielen Gemeinschaften als Farbe gesehen, die an der Spitze der geistigen oder auch geistlichen Entwicklung eines Menschen steht.

Dies sind nur drei Beispiele für Systemstrukturen, aufgrund derer die Farben, beispielsweise in Form von Farbbrillen, die Arbeit mit EMDR unterstützen können.

Interessanterweise gibt es eine extreme Häufung (bis zu ca. 96%) der in der Sitzung getesteten ersten Farbbrille und der von Klientin oder Klient vorwiegend an dem Tag getragenen Kleidungsfarbe. Dies legt nahe, dass viele Menschen intuitiv die Farbe wählen, die sie an dem Tag als Unterstützung brauchen. Durch die Farbe der Kleidung, die im Sichtbereich von der Person wahrgenommen wird, verabreicht sie sich selbst, ob bewusst oder unbewusst eine kleine Farbtherapie.

Weiterhin wirken feine Beobachtung, Erfahrung, Offenheit und Intuition unterstützend. So kann die individuelle Wirkungsweise der Kombination von EMDR, Kinesiologie und Farben weiter differenziert und gesteigert werden.

Die Autorin Andrea Hofmann praktiziert Psycho-Kinesiologie in Berlin (Neukölln, Kreuzberg, Mitte, Prenzlauer Berg).

Mehr über die Arbeit von Andrea Hofmann in Berlin

www.andrea-hofmann.de
Kinesiologie, Psycho-Kinesiologie, EMDR, Familienaufstellung / Systemisches Stellen, Inneres Kind und mehr …
Einzelsitzungen, Gruppenseminare und Ausbildungskurse in deutsch und englisch

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